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Kühlungsborn bis Dierhagen
Das Jahr 2016 ist Geschichte und wir können die erste Zwischenbilanz ziehen. Insgesamt verlief das erste Untersuchungsjahr sehr erfolgreich. Es wurden mit den Fischfallen insgesamt 1680 Dorsche gefangen. Davon wurden 1584 markiert und 96 wurden wiedergefangen. Zusätzlich wurden 5 externe Wiederfänge registriert. Das entspricht 6,4 % und liegt weit unter der Wiederfangrate des Vorgängerprojektes. Scheinbar hat sich die Mitarbeit der Sport-, Nebenerwerbs- und Berufsfischer verschlechtert. Es ist sogar anzunehmen, dass Fischfallen durch nichtberechtigte Personen geleert werden. Dieser Verdacht ist angebracht, da die Positionen der Fallen 6 und 7 im ehemaligen Referenzgebiet des Vorgängerprojektes liegen und hier über die Jahre und auch in den ersten Wochen des laufenden Projektes immer gute Fänge zu registrieren waren. Wir bitten in diesem Zusammenhang alle Angler und Fischer uns in diesem Projekt tatkräftig zu unterstützen, nicht nur bei der Meldung von Wiederfängen sondern auch bei der Sicherstellung, dass keine illegalen Fallenentleerungen erfolgen! Erwähnenswert ist, dass Dorsche im Längenspektrum von 20 bis 80 cm gefangen wurden. Das bedeutet, dass auch der Jahrgang 2015, der bei den Bestandsuntersuchungen zum Dorsch in der gesamten Ostsee kaum nachgewiesen wurde und als sehr schwacher Jahrgang eingeschätzt wurde, in der Küstenregion vorkommt und das nicht selten. Der Fanganteil liegt zwischen 6 und 10 %. Der größte Anteil der gefangenen und markierten Dorsche liegt mit ca. 50 % bei 40 bis 45 cm. Mit dieser Feststellung sollte vorausschauend ein küstennahes Monitoring bei den Bestandsschätzungen für die Dorschpopulationen im Ostseeraum mit hergezogen werden.
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